Brücke über Fluß

Zusammenarbeit mit Eltern

Wie möchten wir mit den Eltern zusammenarbeiten?

Wesentlich für den Erfolg einer Jugendhilfemaßnahme ist die Mitarbeit der Eltern. Wir, als Einrichtung, übernehmen zwar einen großen Teil der Erziehungsarbeit, was aber nicht bedeutet, dass wir den Eltern ihre Elternverantwortung abnehmen wollen. Für uns ist es wichtig, die Eltern in die Arbeit mit ihren Kindern einzubeziehen. Wir möchten dadurch erreichen, dass die Eltern unser pädagogisches Handeln verstehen und nachvollziehen können, z. B. aus welchen Gründen wir handeln, wenn Sanktionen ausgesprochen werden. Nur so ist es möglich, dass Eltern zu unseren Maßnahmen stehen und diese gemeinsam mit uns gegenüber ihrem Kind vertreten. Daraus resultierend erfahren die Kinder und Jugendlichen, dass ihre Eltern mit uns an einem Strang ziehen.

Wie sieht der Kontakt zwischen Eltern, Kind und Einrichtung aus?

Im Rahmen eine Neuaufnahme setzen wir grundsätzlich eine Eingewöhnungsphase von vier Wochen voraus. Die Eingewöhnungsphase kann individuell verlängert werden, wenn es für das Einleben hilfreich ist. Während dieser Zeit ist es besser, wenn die Kinder/Jugendlichen darauf verzichten, über das Wochenende nach Hause zu fahren. Bereits nach zwei Wochen können sie Besuch von ihren Eltern, Geschwistern oder Bezugspersonen empfangen. Üblich ist es, dass die Kinder/Jugendlichen einmal im Monat über ein Wochenende nach Hause fahren. In den Ferien sind längere Besuche bei den Eltern möglich, die jedoch individuell abgesprochen werden.

Telefonate

Jedes Kind hat von Anfang an einen Telefontag pro Woche, an dem es mit Eltern, Angehörigen, Freunden oder Bezugspersonen telefonieren kann. Diese Telefonate finden grundsätzlich im kontrollierten Rahmen statt und können unterbunden werden, wenn es für das Kind zu belastend sein sollte oder sich daraus negative Folgen ergeben.

Am Telefontag des Kindes telefoniert in der Regel auch der Bezugsbetreuer mit den Eltern, um sie über die aktuelle Situation zu informieren. Das Telefonat soll ebenso die Möglichkeit bieten, ein gemeinsames Vorgehen zwischen Wohngruppe und Eltern bei bestimmten Problemen zu besprechen.

Hilfe für die Eltern

Auch für die Eltern, deren Kinder bei uns leben, verstehen wir uns als Unterstützung. Wenn z. B. die Kinder bei ihren Eltern zu Besuch sind und es gibt Probleme, stehen wir den Eltern hilfreich zur Seite. Wir sind jederzeit in der Lage, ein Kind wieder abzuholen, wenn die Situation eskaliert und eine Klärung am Telefon nicht möglich ist. Diesbezüglich stehen die Pädagoginnen und Pädagogen in den einzelnen Wohngruppen immer zur Verfügung. Auf Wunsch führt auch unsere Psychologin Elterngespräche durch.

Intervention bei belastenden Kontakten

Wir behalten uns generell vor, Kontakte unserer Kinder und Jugendliche zu unterbinden, wenn wir feststellen, dass sich diese Kontakte belastend auf sie auswirken bzw. sich erheblich Probleme daraus ergeben.